Nach der politischen Wende kehrte Lusatia 1990 an seine Heimatuniversität Leipzig zurück. Zu den ersten Aktiven gehörten Studenten, die sich bereits in der DDR für den Wiederaufbau des Korporationsstudententums eingesetzt hatten. Im März 1991 fochten Lausitzer auf einer Baustelle die ersten Mensuren nach dem II. Weltkrieg in Leipzig. Mehrere Semester lang bildete eine „besetzte“ Wohnung in der Südvorstadt den Stützpunkt des Corps, bis die Opferbereitschaft der Alten Herren den Einzug in ein eigenes Haus ermöglichte.

Seit 1993 führt das Corps auch die Tradition der 1832 in Breslau gestifteten Lusatia weiter, die bis dahin im Exil in Köln bestanden hatte. Die Breslauer vereinigten sich mit den Leipziger Lausitzern zur gemeinsamen Lusatia. Zum Semesterprogramm der Lusatia gehören Fahrten nach Breslau, dessen Universität durch einen Partnerschaftsvertrag mit der Universität Leipzig verbunden ist.