Wer sich für Geschichte und Kultur interessiert, trifft überall in Leipzig auf denkwürdige Stätten. Wir können hier nur einzelne herausgreifen, die auch für die Geschichte der Lusatia von Bedeutung sind: Die Nikolaikirche bildete den Ausgangspunkt der friedlichen Revolution 1989, die uns Lausitzern die Rückkehr in die alte Heimat ermöglichte. Auf dem Markt vor dem Alten Rathaus übergab 1830 die Bürgerschaft dem Lausitzersenior an der Spitze der dort aufgezogenen Leipziger Studentenschaft eine neue Universitätsfahne – als Dank für den Schutz der Stadt bei den revolutionären Unruhen; ein Bild im Kneipraum der Lusatia berichtet davon. Das etwas außerhalb gelegene Völkerschlachtdenkmal erinnert an die Gefallenen der Befreiungskriege 1813/15, in denen auch Lausitzer mitgekämpft hatten. Noch weithin unbekannt ist die an Stelle des stillgelegten Braunkohlentagebaus neu angelegte ausgedehnte Leipziger Seenkette, die bald mit der mecklenburgischen Seenlandschaft konkurrieren kann. Auf dem Cospudener See veranstaltet das Corps Lusatia Segelregatten und setzt damit die Segelsporttradition seiner Berliner Exilzeit fort.